Blogparade #tudirwasgutes

Natalia hat auf ihrem Blog simplylovechaos in einer Aktion Mamas dazu aufgerufen, gemeinsam etwas gegen den Stress unseres Alltags zu tun.

Sie selbst war vor einem Jahr ratlos auf der Suche nach etwas, das ihr gut tun würde. „Nimm dir mal Zeit für dich“ ist etwas, das wir Mamas – wenn wir Glück haben – öfter hören. Aber was passiert, wenn uns eine liebe Seele die Kinder abnimmt und wir Zeit für uns haben?

Ich habe gerade Urlaub für die Kita-Eingewöhnung unseres Sohnes und ich kann euch sagen was bei mir passiert, wenn ich allein bin und „Zeit für mich“ habe.

Aufräumen, Putzen, Wäsche waschen, Keller ausmisten, Kleider aussortieren, Auto putzen, arbeiten, Rechnungen bezahlen, Pakete zur Post bringen – wie schön dass man endlich einmal Zeit dafür hat. Ich nehme an, ich bin damit nicht allein.

In der Blogparade kann jeder seine fünf „Das tut mir gut Tipps“ an alle Leser weitergeben, damit wir Mamas auch mal etwas für uns auf die To-Do-Liste packen. Da ich selbst nicht über 3 Stunden Freizeit am Tag für Fußmassagen, Yoga, Kosmetik- und Friseurtermine verfüge, versuche ich es mit kleinen Hilfen, die echt in jeden Alltag passen – versprochen.

  1. Immer etwas zu Trinken mitnehmen. Klingt erstmal nach Hä?, hilft aber sehr. Ich trinke tendenziell viel zu wenig und unterwegs bekomme ich schlechte Laune, bin genervt, mein Stresspegel geht nach oben und es beginnen Kopfschmerzen. Ein häufiger Grund dafür ist, dass ich seit dem Frühstückstee nichts mehr getrunken habe. Alles was die Welt für uns bereithält verkraften wir besser, wenn wir genug getrunken haben und zur Not noch einen kleinen Snack dabei haben. Also, immer eine kleine Flasche Wasser einpacken (und einen Keks)!
  2. Der Notgroschen In jeder Jacke habe ich 5-10€ einstecken, die mich retten sollen, wenn alles schief geht. Wenn die ganze Welt schrecklich ist kann ich mir so jederzeit Unterwegs eine Kleinigkeit kaufen um mir eine Freude zu bereiten, auch wenn das Portmonee leer oder vergessen ist. Wenn unser Sohn bei seinen Streunergängen um den Block zielstrebig den Bäcker oder das Eiskaffee ansteuert oder der Zug Verspätung hat gönne ich mir etwas leckeres. Einen Kaffee unterwegs kaufe ich mir nur selten aber dann oft von meinem Notgroschen. Es ist quasi mein Taschengeld für schöne Dinge in schwierigen Situationen.
  3. Liebe Menschen besuchen Allein sein mit Kind ist super anstrengend und nicht artgerecht. Bevor mir die Decke auf den Kopf fällt versuche ich für die nächsten Tage einen Besuch bei Menschen, die ich mag zu verabreden. Wichtig sind 2 Dinge:
    • Ich muss die Menschen mögen! Keine Besuche bei jemandem, der mir sagt, dass ich mit unserem Kind alles falsch mache und überhaupt mal mein Leben in den Griff bekommen muss, mehr oder weniger arbeiten sollte – etc.
    • Ich besuche. Dann ist es nämlich egal, wie unsere Bude aussieht. Kommt Besuch zu uns, habe ich vorher schon wieder Stress und räume entweder auf oder versuche mir einzureden, dass der Besuchende schon akzeptieren wird, dass man den Boden kaum mehr sehen kann und der Mülleimer müffelt.
  4. Gönn dir Das ist ein Ausdruck von meinem Mann. Er erinnert mich daran auf mich selbst und meine Wünsche zu achten und auch mal großzügig zu mir zu sein. Wenn ich etwas machen oder kaufen möchte, das mehr als 30/40€ kostet schleiche ich meist darum herum und ringe mit mir, erzähle meinem Mann davon, erzähle 2 Wochen später nochmal davon und irgendwann kommt der Punkt an dem er sagt „Dann gönn es dir doch einfach“. Und er hat so recht damit. Mein Mann kann sich gut um sich selbst kümmern, unserem Sohn erfüllen wir viele Wünsche aber ich vergesse gern meine Wünsche nicht zu weit hinten an zu stellen.
  5. Pause Wir haben endlos viel zu tun. Und egal wie angestrengt wir rackern, es hört nie auf. Geschirr wird benutzt, Dreckwäsche wächst nach, der Boden wird wieder voll gekrümelt, die Dusche verkalkt weiter. Wenn ich Energie habe kämpfe ich den Kampf aber wenn ich müde bin brauche ich eine Pause. Dann stapeln wir das Geschirr bis es sicher für ein bis zwei Spülmaschinenladungen reicht, machen die Wäsche morgen, sammeln die Krümel bis es sich wirklich lohnt zu putzen, lassen die Dusche dreckig. Dann setzte ich mich in die Küche und trinke einen Tee oder wir schauen einen Film oder wir gehen einfach ins Bett. Auf 2 Tage Unordnung mehr oder weniger kommt es nicht an aber 10 Min hinsetzen oder 1 Stunde mehr Schlaf retten mir im ewigen Kampf den Popo.

Und so sitze ich heute im chaotischen Wohnzimmer, stapel gleich den 8. Teller in der Küche neben die volle Spülmaschine und werde dann Fernsah gucken bis ich in 1 Stunde unseren Sohn vom Kindergarten abhole. Er wird sowieso wieder Chaos anrichten aber ich kann dann gut gelaunt mitspielen.

Passt gut auf euch auf liebe Mamas.

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