Beziehung statt Erziehung – Ja statt nein

<<MAAAAAMAAAAAAA!!!>>

<<Nein, jetzt nicht!!!>>

Kennen Sie das? Schon mal gehört? Schon einmal selbst gesagt?

Ein „Nein“ zu unseren Kindern kommt schnell über die Lippen, wir sind ja schließlich diejenigen, die das Sagen haben.

Und dann, spätestens gegen Nachmittag haben wir ein bockiges Kind, das nicht mehr hört, schlechte Laune hat und einfach genug „Neins“ für einen Tag gehört hat.

Dieser Artikel soll eine Anregung sein, unsere „Neins“ zu hinterfragen. Die Kleinen, die so nebenher passieren und die großen, die Dramen auslösen und längere Diskussionen nach sich ziehen.

„Warum sage ich gerade Nein?“ oder „Warum möchte ich gerade Nein sagen?“

Die Antworten können vielfältig sein und alle „Neins“, die Kinder oder ihr Umfeld vor einer echten Gefahr bewahren sind wichtig.

Aber was ist mit den anderen? Mit den „Neins“ aus Bequemlichkeit, oder denen, die man sagt bevor man darüber nachgedacht hat.

Ich möchte euch einladen, zu einem Tag an dem wir jedes „Nein“ hinterfragen. Fällt uns kein Grund ein für das „Nein“ oder nur ein ziemlich schlechter Grund, dann sagen wir „Ja“ statt „Nein“.

Die wichtigen „Neins“ können wir unseren Kindern erklären und sie begleiten, wenn sie sich ärgern.

Und dann schauen wir, was passiert. Was passiert mit uns? Was mit unseren Kindern?

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, unser Kind ist entspannter. Wir kommen gut miteinander aus, ich denke, unser Sohn versteht mittlerweile, wenn ich ihm Verbote erkläre. Das heißt nicht, dass er damit einverstanden ist.

Ich kann nicht versprechen, dass die Kinder dann auf jedes wichtige „Nein“ hören. Sie haben ihre Interessen und lernen in der Autonomiephase sich von ihren Eltern abzugrenzen. Wenn sie ihre Interessen wichtiger befinden, werden sie auch auf unsere wichtigen „Neins“ nicht immer hören.

Und eine viel größere Beobachtung ist, dass wir als Familie in der Umgebung nicht immer zurecht kommen. Unser Kind klettert auf dem Spielplatz auch dort, wo die Ausstatter es nicht vorgesehen  haben, wenn es im Restaurant unter dem Tisch oder im Biergarten auf der Wiese Essen möchte, ist das für uns total ok. Warum sollten wir das verbieten – mir fällt kein Grund ein. Allerdings möchte ich nicht wissen, wie viele Menschen hinter unserem Rücken schon ihre Köpfe geschüttelt haben, es werden einige gewesen sein. Darauf kann man sich einstellen, hier ist meine Abwägung aber klar für eine zufriedenere Familie und zur Not eben gegen die vorherrschende Meinung über Kindererziehung in unserer Gesellschaft.

Ich würde mich freuen, eure Erfahrungen in der Kommentaren zu lesen.

 

Ein Gedanke zu “Beziehung statt Erziehung – Ja statt nein

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