Nachhaltigkeit – wie man ohne Tampons und Haarshampoo Leben kann

Heute gibt es meinen dritten Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit im Alltag und ich Fokussiere mich heute auf die Vermeidung von Abfall an einigen Beispielen.

Wenn ich weniger Abfall produzieren möchte, betrachte ich Alles, was ich in meinen Haushalt hinein trage und Frage mich, ob ich das in einer anderen Form kaufen könnte und möchte oder ersetzen kann.

Beispiel: Benötige ich Wasser aus Flaschen oder kann ich das aus der Leitung trinken? Diese Frage beantwortet man je nach Region und Leitungen im Haus verschieden.

Kann ich mir eine Mehrwegflasche kaufen und meine Getränke für unterwegs mitnehmen?

Muss ich Kaffee in kleinen Kapseln kaufen oder kann ich auch aus Bohnen oder gemahlenem Kaffee ein Getränk produzieren, das ich mag?

In vielen Bereichen kann man sich diese Frage stellen. Auf 2 möchte ich etwas detaillerter eingehen.

Wie viele Shampooflaschen hast du im Bad? Könntest du dir vorstellen, diese nicht mehr zu kaufen?

Ich habe meine Körperpflege auf Roggenmehl umgestellt. Das klingt etwas gaga, funktioniert aber gut, solange man nicht gerade die Autoreifen gewechselt hat und die Hände sauber waschen will.

Roggenmehl kann zusammen mit Wasser Fette an sich binden. Da es nicht zu Teig verklumpt wie Weizen- oder Dinkel kann man diese Eigenschaft problemlos zum waschen nutzen. Ich rühre eine Pampe aus 5-6 vollen EL Roggenmehl und 300 ml Wasser an, lasse es 5 Min stehen und gebe es dann zum Haare waschen auf meinen Kopf. Ja, es schäumt nicht und riecht nicht nach glitzerndem Regenbogen und wenn man sich entscheidet Haare ohne Shampoo zu waschen, muss man wieder lernen seine Haare ordentlich zu bürsten. Aber nach einer Umstellungszeit für den inneren (Gehirn) und äußeren (Haut) Kopf funktioniert das richtig gut. Die jahrelange Suche nach einem Shampoo, das meine trockene Kopfhaut schont, meine Haare glänzen lässt und am besten macht, dass sie nicht in alle Richtungen abstehen habe ich festgestellt: Am besten klappt das ohne Shampoo! Ebenso kann man seinen Körper mit Roggenpampe waschen und es auch ins Badewasser geben, es macht eine ganz weiche Haut, die nicht ausgetrocknet wird, wie bei Shampoos.

Die zweite Alternative, von der ich den Damen unter uns erzählen möchte ist die Menstruationstasse. Ein blöderes Wort hätte man dem äußerst praktischen Ding nicht geben können aber nun, was soll ich machen…

Die Tasse ist aus Silikon und wird anstatt eines Tampons während der Monatsblutung in die Scheide eingesetzt. Sie ist dicht und fängt das Blut auf. Je nach Blutungsstärke und Größe muss man sie alle 3 bis 10 Stunden leeren. Sie ist definitiv schwimmbadtauglich und ist deutlich angenehmer zu nutzen als Tampons.

Der Umweltaspekt der Tasse ist offensichtlich, sie kann bis zu 10 Jahre verwendet werden, man muss sie nur gründlich reinigen. Auf ein Frauenleben gerechnet spart das etliche 100 Tampons, die meist aus konventionell angebauter Baumwolle produziert werden.

Ich hoffe meine Anregungen haben euch entweder zum Lachen oder zum Nachdenken gebracht und evtl gehen demnächst einige Frauen mehr durch die Drogerie und denken sich „brauch ich nicht, brauch ich auch nicht, brauch ich nicht mehr“. Dann habt ihr bei der nächsten Reise mehr Platz im koffer und es kann unserer Welt nur gut tun.

2 Gedanken zu “Nachhaltigkeit – wie man ohne Tampons und Haarshampoo Leben kann

  1. Super interessanter Beitrag – gerade über die 2. Option habe ich noch nie etwas gehört 🙂

    Ich persönlich benutze Seife für die Haare, man produziert kaum Müll, da diese nur spärlich verpackt sind, sie sind ertragreich und verleihen den Harren auch noch eine kleine Duftnote 🙂

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  2. Danke für deinen Artikel! Ich finde, im Bad lässt es sich sehr gut auf Zero Waste umstellen; u.a. Durch Bambuszahnbürsten, Seife statt Duschgel, festes Shampoo… habe auch auf meinem Blog darüber geschrieben, interessiert dich vielleicht?! Liebe Grüße Nicole

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