Nachhaltig leben – Ein zweites Leben schenken

Viele Dinge haben ein recht kurzes erstes Leben.

Babykleider in Größe 50 passen einige Tage, das Spielzeug für die ganz Kleinen ist nach einigen Wochen nicht mehr interessant, Schuhe tragen Kleinkinder für wenige Monate.

Was passiert dann damit?

Viele Dinge, die bei einem Kind aussortiert werden, landen in Windelkisten im Keller und warten auf ein Geschwisterchen. Was tun, wenn kein Geschwisterchen mehr kommt oder auch dieses aus den letzten Kinderkleidern heraus gewachsen ist? Wenn man das erste Kind erwartet und keine Windelkisten mit Kleidern im Keller hat?

Die umfänglichste Möglichkeit für ein zweites Leben bieten Flohmärkte für Kinderkleider und -zubehör. Hier finden sich Eltern mit vollen Windelkisten und Eltern mit leeren Schränken zum Austausch von Geld und Kisten. Dieses Treffen bietet nicht nur eine ökonomisch interessante Alternative zu h&m, C&A, Zara und Co.

Für den Anbau der Rohstoffe, die Produktion, den Transport und den Verkauf von Kleidern werden enorm viele Ressourcen verbraucht. Gleichzeitig haben so viele Eltern 20 Schnuffeltücher zur Geburt geschenkt bekommen, die schöne Winterjacke hätte im Sommer gepasst oder das Traumkleidchen hat keinen geeigneten Anlass gefunden um getragen zu werden. Kinderschuhe von guter Qualität sind teuer, halten dafür aber 2-3 Kinder aus.

Flohmärkte gibt es in vielen Formen. Die klassische Ausführung in Schulturnhallen findet meist im Frühjahr und Herbst statt, die Termine findet man in der Presse oder auf eigens dafür erstellten Internetseiten.

Es etablieren sich immer mehr Second-Hand Geschäfte für Kinderkleider, die meist auf Kommission Kleidung ankaufen und anbieten.

Über das Internet gibt es Kleinanzeigen, Facebookgruppen oder ganze Portale zum Kauf und Verkauf der Kleidung.

Gleiches gilt für Spielsachen und Bücher. Hier findet man viele Dinge in gutem Zustand für kleines Geld. So kann man auch eine kleine Bücherei gut finanzieren.

Ein weiterer Weg, den ich aufzeigen möchte, ist im eigenen Umfeld zu finden. Man kann mit den Muttis aus der Krabbelgruppe tauschen, wenn man zu große oder zu kleine Kleider oder Schuhe hat oder ein Geschenk beispielsweise nicht gefällt. Bei uns in der Straße sind die Kinderkleider in Tüten und Kisten durch die Häuser zu den jeweils jüngeren Kindern gewandert. Als wir zugezogen sind, brachten uns die Nachbarn nach kleiner Ankündigung die Päckchen für unser Kind vorbei.

In einer Spielgruppe oder im Bekanntenkreis kann man eine Tauschbörse für Spielsachen oder Bücher anregen. Tauscht man bei regelmäßigen Treffen Spielsachen aus, bekommen die Kinder auf diese Weise abwechslungsreichen Zugang zu Spielsachen ohne dass die Eltern dafür viel Geld ausgeben müssen oder die Schränke überquellen.

 

 

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