2. Advent – Von Plänen abweichen

Meine Adventskalender-Weihnachtsgeschichte für heute handelt von einer Mama, die immer alles recht machen wollte, bis sie gemerkt hat, dass sie damit niemandem einen Gefallen tut.

Ein ganz normaler Tag: Die Mama steht morgens auf, wenn das Baby nochmal eingeschlafen ist, schnell duschen, anziehen, frühstücken – Nicht geschafft, weil das Baby schon wieder wach ist und Hunger hat. Das Baby wird gestillt, die Mama hat Hunger, sie müssen zum Babykurs, der leider seit dem letzten Schub in der Vormittags-Schlafzeit liegt. Also das wache Baby in den Kinderwagen stecken, ohne Frühstück los zum Babykurs. Das Baby schläft kurz vor dem Eintreffen ein, die Mama hat unterwegs schnell was beim Bäcker gegessen. Das Baby wacht in dem Trubel auf aber es soll ja was vom Kurs mit seinen Babykumpels haben. Mit den Müttern wird über Beikosteinführung, Auszug aus dem Elternschlafzimmer, Abstillen und ausgelaufene Windeln „geplaudert „. Das Baby jammert viel und hat schlechte Laune. Ok, dann schläft es wenigstens auf dem Rückweg.

Zu Hause angekommen wird das Baby im Wagen schlafen gelassen, leise die Wäsche gemacht, Spülmaschine ausgeräumt (leise!), dann wird das Baby wach, wird gestillt, kurz bespaßt und dann geht es los zum geplanten Besuch bei der Oma. Das Baby hat schlechte Laune bei der Oma, weint viel. Die Mama bekommt einen Vortrag darüber, dass das Baby nicht zu oft zu gestillt werden soll, nicht ständig herum zu tragen ist und überhaupt stimmt etwas mit dem Kind nicht.

Auf dem Rückweg werden noch schnell Getränke geholt. Das Baby wird irgendwann im Autositz wach und weint. Daheim ankommen ist es zu spät um Abendessen zu machen, Essen wird beim Lieferservcie bestellt und das Baby brüllt den ganzen Abend. Es wird unermüdlich herumgetragen, zwischendrin versucht die Mama schnell etwas zu essen, dann ins Bett fallen, wenn das Baby endlich schläft um nachts 5x aufzustehen zum Stillen und Wickeln…

Eine glückliche Mama? Ein glückliches Baby? Weit gefehlt. Aber ich bin mir sicher, es geht vielen Familien so, dass sie gerade in der Vorweihnachtszeit zu viele Termine in den Kalender quetschen, leider keine Rücksicht auf ihre Tagesform nehmen und es insgesamt einfach nur anstrengend ist.

Ich wünsche euch für die nächste Woche, dass ihr gut auf euch schaut und etwas dafür tut, dass es euch und eurem engsten Familienkreis gut geht. Was sich blöd anfühlt kann man weg lassen. Wichtig ist, dass es für euch passt.

Die Mama hat sich immer gefragt, warum Menschen einen Babykurs buchen und bezahlen, dann aber nicht hin gehen, wieso manche Freunde 3 Treffen absagen, bevor sie einmal Zeit haben, warum so vieles für Babys empfohlen wird, das sich einfach nicht gut anfühlt. Heute weiß sie es. Weil das wichtigstes ist, dass es der kleinen Familie gut geht. Wenn das Baby schlafen muss, dann muss es eben schlafen. Wenn die Mama essen muss, dann sollte sie das tun.

Man kann Pläne machen aber man muss sich nicht daran halten. Wenn es euch nicht gut tut, sagt Termine ab, verschiebt den Besuch in den Januar, kommt einfach mal zu spät, nehmt euch Zeit für Regeneration, wie auch immer sie für euch aussieht. Das wichtigste ist, dass es euch und der Familie gut geht. Auf dieser Basis könnt ihr nach außen gehen und Energie in die Welt bringen.

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