1 Advent – Die Gemeinschaft am Feuer

In „Slow Family“ schreiben Julia und Nicola über das Feuer und wie es Menschen zusammenbringt, Kinder fasziniert und unsere Körper und Herzen wärmt. Ich hatte diese Kapitel kaum zu Ende gelesen, da wusste ich, dieses Jahr bekommt der Mann von mir eine Feuerschale. Abgeneigt war er nie gewesen, er macht gerne Feuer, bis zu diesem Zeitpunkt aber eher zum Grillen. Immer mal wieder hatte er davon gesprochen, dass eine Feuerschale ja ganz schön wäre. Dank meinen Schwiegereltern, die halfen die Schale zu besorgen, wurde es sogar eine schöne Überraschung und sicherlich ist es eines der Geschenke, die er toll fand (ich greife bei ihm sonst gerne mal daneben).

Wir haben die Schale seitdem im Garten stehen und mal mehr oder weniger genutzt. Oft haben wir erst gegrillt und dann die Glut genutzt um die Feuerschale anzuheizen. Für die Tochter war es immer ein Highlight, oft machten wir sie nach dem Essen fertig fürs Bett und kuschelten uns dann mit ihr gemeinsam unter eine Decke, während das Feuer knisternd brannte. So aufregend es war, so schnell ist sie eingeschlafen.

Auch mit Gästen haben wir schon Feuer gemacht, erst kürzlich mit einer befreundeten Familie. Dazu gab es Stockbrot für die großen Kinder. Aber auch die beiden kleineren waren ganz fasziniert. Es ist eben eine ganz besondere Atmosphäre am Feuer.

Doch warum gefällt uns das so, gemeinsam um ein Feuer zu sitzen, was wir in erster Linie heute mit Vernichtung verbinden? Vielleicht weckt es in uns den Steinzeitmenschen, der sich, soweit er denn überhaupt Feuer machen konnte, daran wärmte und genau dort mit der Gemeinschaft in der er lebte zusammen kam. Auch heute ist es bei vielen Völkern, welche noch sehr ursprünglich leben, üblich am Feuer zusammen zu kommen, sich auszutauschen und gemeinsam zu essen.

Doch es braucht nicht immer einen Garten und eine Feuerschale um als Gemeinschaft zusammen „um das Feuer“ zu sitzen. Gerade in der Adventszeit haben wir alle so viele Kerzen. Warum also nicht Freunde, Familie oder Nachbarn einladen, eine Kerze anzünden, Plätzchen und Obst bereitstellen und Tee oder Kaffee kochen. Es muss nicht das besondere und große Feuer sein, wir müssen nicht einen besonders tollen Stockbrotteig vorbereiten oder sonstige Highlights in petto haben. Was wir aber tun können, wir können uns gemeinsam um ein Kerzenfeuer setzen und die Gemeinschaft genießen.

Eine andere Art gemeinsam „um das Feuer“ zu sitzen ist das gemeinsame Kochen. Heute kochen wir mit Gas oder Strom, aber das kann ja genauso ein Erlebnis für alle sein. Die Kinder dürfen helfen oder gar, wenn sie schon so groß sind, etwas eigenes zum Menü beisteuern. Oder wir stellen einen Fonduetopf oder einen Raclettegrill auf den Tisch und sitzen so gemeinsam „um das Feuer“.

Ganz wichtig aber, egal ob es nun ein Kerzenfeuer, ein Herdfeuer oder ein Feuer draußen in einer Feuerschale ist, es gibt einige Regeln, welche eingehalten werden müssen. Regeln für das Feuer draußen können in Slow Family auf Seite 170/171 nachgelesen werden. Eine der wichtigsten ist sicherlich, wir Erwachsenen passen auf, immer. Dann kann das Feuer machen auch total entspannt sein.

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