Wie es gelingen kann das Schlafverhalten unserer Babys zu akzeptieren

Wenige Wochen vor der Geburt des Sohnes stellte ich mit erschrecken fest, dass nun die relativ ruhigen Nächte ein Ende nehmen würden. Die Tochter schlief mit ihren etwas über zwei Jahren teilweise schon durch oder wachte einmal auf. Wir hatten nur noch wenig „schlechte“ Nächte. Doch ich wusste, mit Baby wird das wieder anders, bei der Tochter hatte ich die ersten Wochen, wenn überhaupt, nur minutenweise geschlafen. Wir sind es gewohnt nachts um die acht Stunden zu schlafen. Unsere Leben und unser Alltag sind darauf ausgerichtet, dass wir tagsüber wach sind und nachts schlafen. Da kann es passieren, dass uns der Babyschlaf ganz schön aus der Bahn wirft. Deswegen stellen wir uns oft die Frage, wie wir es schaffen können mit dieser, für uns, unangenehmen Situation umzugehen. Warum Babys „schlecht“ schlafen In unseren Augen schläft unser Baby schlecht, denn es wacht nachts in der Regel sehr häufig auf. Manche Babys schlafen schnell wieder ein, wenn sie gestillt werden, Mama oder Papa es streichelt, sie geschaukelt werden oder sie eine vertraute Stimme hören. Andere brauchen immer wieder eine helfende Hand, die den Schnuller zurück in den Mund befördert, sie stillen ewig beziehungsweise nuckeln an der Brust oder wollen lange und immer wieder herumgetragen werden. Unser Körper schreit in dieser Zeit nach Schlaf und oft bekommen wir den Eindruck, dass es dem Baby auch besser gehen könnte, wenn es nur mehr schlafen würde. Dabei ist es normal und gesund, dass Babys so häufig aufwachen. Unsere Babys haben einen sehr kleinen Magen, er ist gerade Mal so groß wie seine Faust. Da geht nicht viel rein und so lässt oft Hunger die kleinen Menschen aufwachen. Es macht auch Sinn den Körper immer wieder mit Nahrung zu versorgen, denn das Gehirn entwickelt sich in dieser Zeit noch rasant. Hinzu kommt, dass unsere Babys sehr auf Steinzeit programmiert sind und nicht wissen, dass sie sicher in einem Bett in einem Haus mit abgeschlossener Haustür liegen, in welches der Säbelzahntiger nicht kommen kann. Und so wachen sie immer wieder auf um zu prüfen ob sie noch sicher sind. Am sichersten fühlen sich unsere Babys in unserer Nähe und so ist es verständlich, dass sie direkt bei uns am besten schlafen. Diese Fakten zu kennen helfen den Schlaf unserer Babys etwas besser zu verstehen und zu sehen, dass sie nicht schlecht schlafen. Mehr Infos zum Babyschlaf gibt es im artgerecht Babybuch. Sie sind so kurze Zeit klein Mir hilft es sehr, mir immer wieder klar zu machen, dass unsere Kinder nur für eine sehr kurze Zeit klein sind und uns so intensiv brauchen. Es geht so unglaublich schnell bis sie einen wegschicken und erklären, dass sie alleine einschlafen wollen. Ich sage mir das immer und immer wieder. Und dann stelle ich mir vor, wie ich mit dem Mann, irgendwann in ein paar Jahren, nach einer Nacht, die ich durchgeschlafen habe, auf einer sonnigen Terrasse am Meer sitze und frühstücke und an die gemeinsame Zeit mit den Kindern denke. Ich bin mir sicher, dass ich in diesem Moment voller Wehmut bin und mir wünsche, dass sie wieder klein sind und in meinem Arm einschlafen. Schlafe, wenn das Baby schläft Dieser Rat ist wertvoll, auch wenn es uns zuerst schwer fällt unser Schlafverhalten zu ändern. Doch es ist hilfreich, soweit es möglich ist, dann zu schlafen, wenn das Baby schläft. Es ist nicht immer möglich, denn es gibt durchaus Babys, die nur schlafen, wenn wir mit ihnen laufen oder sie stillen. Ich habe selbst so ein Baby daheim, ich lese deswegen viel beim ewigen stillen, das entspannt mich zum Beispiel auch. Viele werden jetzt aber auch sagen, dass sie sich das gar nicht erlauben können. Die Wohnung sieht aus wie ein Saustall, die Wäsche muss dringend gewaschen werden, die Haare ebenso und überhaupt würde man gerne Mal fünf Minuten für sich sein. Ich kann das verstehen, ich bin da auch ganz schlecht drin Dinge liegen zu lassen. Jedoch ist es wichtig sich klar zu machen, dass Schlaf immer an erster Stelle kommt. Und so sollten wir uns so oft wie möglich hinlegen und uns zumindest ausruhen, wenn das Baby schläft. Macht es euch gemütlich Wenn das Baby mal wieder ewig stillen möchte oder uns auf eine andere Art braucht, um in den Schlaf zu finden oder um überhaupt zu schlafen, dann macht es euch gemütlich. Ich habe immer den Kindle im Bett liegen mit mindestens einem guten Buch darauf. Ich nehme mir zwei Sekunden mehr Zeit, wenn ich wieder und wieder am Abend zum Baby laufe, um mein Handy mitzunehmen, damit ich surfen kann. Wenn ich mit dem Sohn im Tuch laufe höre ich Musik oder ein Hörbuch. Es gibt bestimmt noch so viele andere Dinge, die ihr tun könnt und die euch gut tun. Kürzlich habe ich sogar gelesen, dass es einer Frau gelingt beim ewigen stillen zu stricken. Atmen Nicht nur in schlaflosen Nächten, sondern in vielen Situationen mit Kindern hilft es, ruhig und tief zu atmen. Unser Körper lässt sich gut austricksen und durch ruhigen Atem wieder zur Ruhe bringen. Kurz die Augen zu schließen und durchzuatmen kann uns aber auch helfen wieder zu uns zu kommen. Und oft hilft solch ein ruhiger Atem auch dem Baby wieder zur Ruhe zu kommen. Ich wende zum Beispiel immer in solchen Situationen die Ruheatmung des Hypnobirthing an, zähle beim einatmen bis vier und beim ausatmen bis acht. Ehrlich sein Und ganz wichtig, sei ehrlich zu anderen. Erzähle anderen Müttern wie es bei euch läuft. Denn nicht alles mit Baby ist super toll und sicherlich hat nicht jede andere Mutter das einfachste Anfängerbaby. Es werden sich schnell andere Mütter oder Eltern finden, die auch von durchwachten Nächten berichten können. Und so kann man dann vielleicht sogar die ein oder andere lustige Anekdote aus diesen Nächten austauschen.

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