Natürlich schwanger – Schwanger mit allen Sinnen

Eine Schwangerschaft ist für mich eine besondere Zeit. Eine Zeit in der wir uns etwas zurücknehmen und darüber staunen können, welches Wunder die Natur vollbringt. Wir dürfen mit allen Sinnen erleben, wie ein kleines Wesen in uns heranwächst.

Fühlen

Wir fühlen die Veränderung, die eine Schwangerschaft mit sich bringt, oft zuerst am Bauch und an den Brüsten. Die Gebärmutter wächst, das macht sich oft leider zu Beginn durch menstruationsartige Schmerzen bemerkbar. Doch je größer sie wächst, desto eher können wir sie auch von außen ertasten und fühlen wo ungefähr unser Baby sein müsste.

Auch die Haut verändert sich und kommt in vielen Fällen mit dem raschen Wachstum des Bauches nicht mehr mit. Das spüren wir oft, die Haut spannt oder juckt. Läuft es ganz unglücklich reißen sogar tiefere Hautschichten auf. Dem können wir mit sanften Massagen mit einem guten Schwangerschaftsöl entgegen wirken. Eine gute Gelegenheit die Veränderungen des Körpers zu fühlen.

Ein besonderer Moment sind die ersten spürbaren Kindsbewegungen. Viele Frauen beschreiben es als eine Art zartes Flattern, wie einen Schmetterling. Ich hatte eher immer das Gefühl eines sanften Streichelns oder Entlanggleitens. So fühlt es sich für jede Frau anders an, in jedem Fall aber besonders.

Es dauert zwar eine ganze Weile, aber irgendwann sind die Kindsbewegungen auch von außen spürbar und so kann auch der Partner das Kind fühlen und spüren, wie es auf seine Berührungen reagiert. Auch andere vertraute Personen können so teil haben, wichtig jedoch ist, dass jede Frau selbst bestimmt, wer ihren Bauch anfassen darf und wer nicht.

Aber auch das Baby fühlt so viel. Der Tastsinn ist einer der ersten, der dem Baby zur Verfügung steht. Es fängt an seine Außmaße zu ertasten, spielt mit der Nabelschnur und reagiert irgendwann auch auf sanfte Stubser von außen. Gerade das ist eine tolle Gelegenheit für die großen Geschwister mit dem Baby im Bauch in Kontakt zu treten.

 

Sehen

Eines der ersten wirklich sichtbaren Zeichen einer Schwangerschaft auch für Außenstehende ist der wachsende Bauch. Nicht bei allen Frauen wächst der Bauch gleich schnell, einige haben einen kleinen Bauch, andere bekommen sofort einen riesigen Bauch und wiederum andere haben von Natur aus schon einen etwas fülligeren Bauch. Trotz allem ist diese kleine Babykugel irgenwann sichtbar.

Doch nicht nur das verändert sich. Durch den veränderten Hormonhaushalt verändert sich auch der Körper der Frau. Die Wachstumsphasen der Haare verlängern sich, schwangere Frauen haben oft sehr füllige und gesund aussehende Haare und eine schönere Haut. Das führt auch dazu, dass Frauen ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft oft als strahlend bezeichnet werden.

Das Baby zu sehen und sei es auch erstmal nur im Ultraschall, ist für jede Mutter etwas besonderes. Ich bin kein großer Fan von regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen und nehme auch nur die drei „großen“ Untersuchungen wahr, freue mich aber trotzdem jedes Mal den kleinen Kerl zu sehen.

Doch nicht nur durch das Ultraschall können wir das Baby sehen. Gerade zum Ende der Schwangerschaft wird es für die meisten Babys sehr eng in unseren Bäuchen und so dehnen sie die Grenzen so weit es eben geht. Beulen und Beben sind am Bauch sichtbar, manch einer kann sogar einen Fuß oder den Kopf erkennen, der sich da versucht durch die Bauchdecke zu schieben.

Das Baby selbst öffnet ab etwa der 26. Schwangerschaftswoche die Augen und kann sie ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche bewegen. Es ist bisher noch unklar wie viel das Baby bereits im Mutterleib sehen kann, es zeigt sich aber, dass es auf Veränderungen von hell und dunkel reagiert. Sehen halte ich persönlich aber für einen weniger wichtigen Sinne am Beginn des Lebens.

 

Hören

Richtig hören können wir unser ungeborenes Kind noch nicht, gibt es doch auch noch keine Laute von sich. Hörbar werden aber die Herztöne im Ultraschall oder beim CTG. Hebammen nutzen heutzutage oft ein kleineres Ultrasound-Gerät um die Herztöne des Babys hörbar zu machen. Viele Babys mögen dies aber nicht und so werden bei diesen Untersuchungen oft auch die Tritte und Knüffe des Babys hörbar.

Wir selbst können unser Ohr leider nicht an unseren Bauch legen und versuchen nach dem Kind zu lauschen. Dies bleibt dem Vater und den älteren Geschwistern vorbehalten. Kann aber auch eine schöne Möglichkeit sein um mit dem Baby in Kontakt zu treten.

Das Baby kann ab etwa der 23. Schwangerschaftswoche alle Umgebungsgeräusche hören. So hört es den Herzschlag der Mutter, das Rauschen ihres Blutes und das Rumoren ihres Darmes. Es hört aber auch all die vielen Dinge, die um die Mutter herum passieren und nimmt diese wahr. Ab etwa der 35. Schwangerschaftswoche fangen die Kinder an Tonhöhen und damit Stimmen zu unterscheiden.

 

Schmecken

Eine Schwangerschaft bringt merkwürdige Gelüste mit sich sagt man. Bei manchen Frauen trifft das zu, viele verändern bewusst oder unbewusst ihr Essverhalten. Auch mir ging und geht es in beiden Schwangerschaften so, diesmal war es sogar das erste merkwürdige Anzeichen, dass mir sagte, dass etwas anders sein muss.

Leider haben aber viele Frauen gerade zu Beginn der Schwangerschaft durch die veränderte Hormonsituation starke Probleme mit Übelkeit und Erbrechen. Oft reicht es schon nur den Namen eines Gerichts zu erwähnen und die Frau bekommt Probleme. In dieser Zeit ist es wichtig, dass ausreichend getrunken wird und das gegessen wird, was gut vertragen wird und drin bleibt. Die gesunde Ernährung kann immer noch eingeführt werden, wenn es der Mutter besser geht.

Viele Frauen ernähren sich während einer Schwangerschaft anders, oft gesünder. Sie achten mehr auf ihren Körper und auf das was ihnen gut tut. Dabei entdecken sie oft Dinge, die sie vorher nicht kannten oder als Nahrungsmittel ausgeschlossen hatten.

Aber auch das Baby kann schon schmecken. Ab etwa der 15. Schwangerschaftswoche beginnt es das Fruchtwasser zu schlucken und kann darüber schmecken, was die Mutter zu sich genommen hat. Dies, so nimmt man aber an, erst ab dem letzten Drittel der Schwangerschaft.

 

Riechen

Viele Frauen entwickeln gemeinsam mit der anfänglichen Übelkeit auch eine Geruchsempfindlichkeit. Auch unsere Sinne laufen auf Hochtouren und nehmen Dinge wahr, die wir vorher vielleicht nicht wahrnehmen konnten.

Doch dies kann die Frau sich auch zu Nutzen machen. Es gibt viele Gerüche, die die bekannten Schwangerschaftsleiden positiv beeinflussen können. Wer sich dafür interessiert sollte sich mit der Aromatherapie nach Ingeborg Stadelmann auseinandersetzen.

Man nimmt an, dass auch das Baby schon riechen kann, dies aber in seiner Umgebung nicht vom Geschmackssinn unterscheiden kann. Fakt ist jedoch, dass der Geruchssinn für Neugeborene einer der wichtigsten Sinne ist.

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