Buch-Mittwoch – Vivian Weigert – Aus meiner Babysprechstunde: Sanfte Hilfe bei Schreien, Bauchweh, Ausschlag und Co

Vivian Weigert arbeitet in der „Beratungsstelle für natürliche Geburt und Elternsein e.V“ in Müchen. Sie ist Homöopathin, Osteopathin und erfahrene Eltern-Säuglingsberaterin. Mit diesem Buch möchte sie jungen Eltern ihr gesammelte Wissen und ihre Erfahrungen bereitstellen und ihnen somit Hilfe bieten, wenn keine Hebamme kommt oder die Hebammenzeit schon vorbei ist.

Das Buch umfasst alle wichtigen Bereiche, die junge Eltern bewegen. Vivian Weigert schreibt über das Schreien und den Stress, über das Schlafen, über Trinken, Essen und Gedeihen und über Krankheiten bzw. Wehwehchen, die Babys haben. Dabei stellt sie nie ihren Weg als den einzig richtigen dar, bringt aber auch ihre Meinung mit ein. Jedes Kapitel enthält ausserdem Fallbeispiele in denen man sehen kann, wie sie ihre Hilfe anbietet und welche Wege sie geht.

Schwerpunkt Osteopathie und Homöopathie

Einen Schwerpunkt im Buch legt Vivian Weigert auf die osteopathische und homöopathische Behandlung. Sie erklärt, wie Osteopathie funktioniert und wie man selbst kleine Behandlungen durchführen kann. Dabei weist sie immer wieder darauf hin, dass ein Besuch bei einem ausgebildeten Osteopathen zielführender und durchaus sehr hilfreich sein kann.

Zu jedem „Problem“ kennt sie ein homöopathisches Mittel oder eben auch mehrere. In guten Übersichten stellt sie diese Mittel dar und erklärt in kurzen Worten, welche Wirkung sie haben und wann sie angewandt werden können. Auch hier erfolgt wieder ein Hinweis, dass jeder Mensch anders auf die Wrkstofffe reagiert und dass eine Beratung bei einem Homöopathen hilfreich sein kann. Für einen ersten Hausgebrauch sind die Tipps aber sehr gut und wertvoll.

Vom Stillen und Spucken

Im Kapitel übers Essen geht es vorwiegend ums Stillen, Stillprobleme und die Frage, wie viel Stillen genug ist. Zu letzterem die gute Antwort, alles ist normal und Clustern sorgt dafür, dass das Baby für genug Milch sorgt und diese Phase auch wieder vorbei geht.

Ein ausführliches Unterkapitel hat Vivian Weigert über das Spucken geschrieben, ein Thema, dass mich auch die ersten Monate mit dem Sohn beschäftigt hat. Immer wieder hab ich mich gefragt, ob er denn wirklich genug bekommt, denn wir beide waren an vielen Tagen von oben bis unten voll mit Milchkotze. Vivian Weigert fordert in diesem Zusammenhang auf, einen Esslöffel Wasser aus einer gewissen Höhe zu verschütten. So bekommt man ein Gefühl dafür, dass es wirklich nicht so viel ist, wie es den Anschein macht.

Das kranke Baby

Das letzte Kapitel des Buches beschätigt sich mit Kinderkrankheiten und den kleinen Dingen, die Babys im ersten Jahr zu schaffen machen, so wie die Schmerzen beim zahnen. Dieses Kapitel ist für junge und oft auch unsichere Eltern ein gutes Nachschlagekapitel, um sich einen unnötigen Gang zum Arzt zu sparen. Vivian Weigert gibt Tipps zu Hausmitteln und auch hier wieder zur Homöopathie.

Nimmt man das Buch nach einiger Zeit wieder zur Hand hilft die Übersicht im Umschlag, schnell das Gesuchte zu finden. Dort gibt es einen Quikfinder für die wichtigsten homöopathischen Arzneien und zur osteopathischen Selbsthilfe, sowie eine Übersichtstabelle mit hilfreichen Fragen, ob das Kind ernsthaft krank ist. So muss im Falle des Falles nicht lange gesucht werden, weil man sich erinnert, irgendwo in dem Buch etwas gelesen zu haben.

Ein guter Ratgeber für junge Eltern

Wenn ich jungen Eltern ein Buch zur Babyzeit empfehlen sollte, dann wäre es immer „artgerecht – Das andere Babybuch“ von Nicola Schmidt. Dieses hier schafft es aber auch auf die Liste der empfehlenswerten Bücher und ist sicherlich für all die Eltern eine Bereicherung, die dem artgerechen Weg eher skeptisch gegenüber stehen oder diesen ablehnen. Außerdem hilft es unsicheren Eltern, die häufig nicht wissen, wie sie mit Krankheiten oder Schlafproblemen umgehen sollen. Eine gute Ergänzung ist es für mich auf jeden Fall in meinem Buchregal, denn die vielen Tipps zur Osteopathie und Homöopatieh empfinde ich als wertvoll.

Lediglich die Bilder im Buch haben mich ein wenig gestört. Mir ist nicht klar, ob das Baby und die Eltern zueinander gehören. Sie wirken sehr gestellt un distanziert, was sich sehr schade finde.

Wir danken dem Kösel Verlag für das Rezensionsexemplar.

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